Zwei Schecks, ein Gedanke: Hilfe für Kinder in Afrika

Die Ernst Prost Foundation for Africa spendet mehr als 70.000 Euro für ein Gesundheitszentrum und ein Programm zur Schulspeisung in Angola

April 2018 – Ein Gesundheitszentrum für schwer unterernährte Kinder und die Speisung von rund 400 Kindern in zwei Schulen in Angola finanziert die Ernst Prost Foundation for Africa mit 73.040 Euro. Beide Projekte ins Leben gerufen hat die nichtstaatliche Hilfsorganisation JAM – Joint Aid Management, die von der Stiftung in ihrer Arbeit unterstützt wird.

Sabine Wenz, Vorsitzende des JAM Deutschland e.V. (li.) und Carolin Seitner, Spendenbetreuung beim JAM Deutschland e.V. (re.), freuen sich über die beiden Schecks, die Kerstin Thiele, Mitglied des Stiftungsvorstands der Ernst Prost Foundation for Africa, überreichte.




50.000 Euro stellt die Ernst Prost Foundation for Africa für ein Gesundheitszentrum für schwer unterernährte Kinder in der angolanischen Provinz Benguela bereit. Der Betrag deckt die Kosten des ländlichen Gesundheitspostens für ein Jahr. Bei insgesamt sechs Zentren dieser Art agiert JAM International in dieser Provinz als Projektpartner, deren Ziel es ist, schwer unterernährte Kinder vor dem Hungertod zu bewahren und zu rehabilitieren. „Zudem bekommen dort stillende Mütter und schwangere Frauen die für sie notwendige Unterstützung“, erläutert Kerstin Thiele. Sie ist Mitglied des Stiftungsvorstands der Ernst Prost Foundation for Africa.

Die 2015 gegründete Stiftung nahm schon im ersten Jahr ihres Bestehens Kontakt zu JAM International und JAM Deutschland auf. Seit 2016 arbeitet sie zusammen. „Afrika helfen, sich selbst zu helfen!“ ist der Leitsatz der 1984 in Afrika gegründeten gemeinnützigen, christlich-humanitären Hilfsorganisation Joint Aid Management (JAM), die seit 2002 in Deutschland vertreten ist. Ein großes Ziel ist die Bekämpfung von Hunger in Afrika. Aktuell haben 815 Millionen Menschen auf der Welt nicht genug zu essen. Erstmals seit 1990 steigt die Zahl wieder. Alleine in Afrika sind mehr als 50 Millionen Kinder wegen Unterernährung zu klein.

Damit diese Zahl nicht weiter wächst, betreibt JAM International ein Schulspeisungsprogramm in den afrikanischen Ländern Angola, Mosambik, Südafrika, Südsudan und Ruanda. An den beiden angolanischen Grundschulen in Atchuyu und Kassoque finanziert die Stiftung wieder für ein Jahr das Schulernährungsprogramm mit 23.040 Euro. „Diese Summe versorgt die 384 Schüler an den beiden Schulen ein Jahr lang mit einer warmen Mahlzeit am Tag“ sagt Kerstin Thiele und fährt fort: „Das Ernährungsprogramm ist sehr durchdacht. Mit nur 60 Euro kann ein Kind in Afrika ein Jahr lang ernährt werden.“ Zu diesem Zweck wurde der sogenannte CSB-Brei aus Mais und Sojabohnen entwickelt. C steht für das englische Wort Corn für Mais. Er deckt den Bedarf der Kinder an Kohlenhydraten und die Sojabohnen, dafür stehen S und B, den Bedarf an Eiweiß. Die Kinder erhalten täglich eine Portion von ca. 100 bis 150 Gramm dieses Nahrungsmittels, das mit Vitaminen und wichtigen Nährstoffen angereichert ist.

Der Effekt ist enorm: „Seit der Implementierung des Ernährungsprogramms ist die Zahl der angemeldeten Schulkinder kontinuierlich gestiegen“, so die Vorsitzende des JAM Deutschland e.V., Sabine Wenz. Regelmäßiges Essen verbessert die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Das hat dazu geführt, dass die Quote der bestandenen Prüfungen ebenfalls gestiegen ist. Schulleiter David Canjongo Ngola sagte gegenüber JAM Angola: „Bitte dankt den Spendern für das Essen, das sie den Kindern der Kassoque-Schule ermöglichen. Wir sehen bei ihnen eine große Veränderung. Die Leistung der Kinder hat sich verbessert. Insbesondere bei den Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren ist eine große Veränderung zu sehen. Denn in der Vergangenheit neigte überwiegend diese Altersgruppe von Mädchen dazu, die Schule abzubrechen.“

JAM
JAM (Joint Aid Management) Deutschland e. V. ist eine nichtstaatliche Organisation der Entwicklungszusammenarbeit, die ihre Arbeit auf kinder- und jugendorientierte Projekte konzentriert. Der Verein ist ein Zweig von JAM International, Südafrika, und wurde 2004 in Stuttgart gegründet. Er unterstützt über Projekte bedürftige Menschen in mehreren Ländern in Afrika. Die Arbeit wird hauptsächlich aus Spenden und symbolischen Ernährungspatenschaften, zu geringeren Teilen auch aus öffentlichen Mitteln finanziert.


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Spendenübergabe mit zwei Schecks

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