Nothilfe in Mosambik

In Mosambik herrscht die mosambik1schlimmste Dürre seit 35 Jahren, verursacht durch das El Nino Phänomen, welches weite Teile Afrika’s betrifft. Nach der Einschätzung der Welternährungsorganisation (WFP) ist dieses El Nino Phänomen das Schlimmste in 50 Jahren.
Zu Tausenden verenden die Tiere, weil sie kein Wasser mehr finden, über 300.000 Bauern haben einen kompletten Ernteausfall und über 1.5 Millionen Menschen leiden an extremen Hunger. Es ist mit vielen Hungertoten zu rechnen. Menschen verlassen ihre Dörfer und suchen Hilfe in größeren Städten oder im benachbarten Südafrika.

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JAM arbeitet seit über 30 Jahren in Mosambik und versucht dort den am meisten Betroffenen zu helfen und ihre Not zu lindern. Es ist davon auszugehen, dass sich die Situation gegen Ende des Jahres noch verschlimmert.

Ungefähr 80% der Bevölkerung in Mosambik leben vom Ackerbau. In den am schlimmsten betroffenen Regionen berichten ca. 320.000 Kleinbauern von einem Ernteausfall, was dazu führt, dass viele Menschen und vor allem Kinder an extremen Hunger leiden. Der Ernteausfall hat die Preise für Lebensmittel auf den Märkten so in die Höhe getrieben, dass sich viele Familien es sich nicht leisten können, dort etwas zu kaufen. Inhambane ist die Provinz in Mosambik, in der JAM schwerpunktmäßig tätig ist. Die Region um Vilcanculos in dieser Provinz ist eine der am schlimmsten betroffenen Regionen. Dort wurde inzwischen ein großer Hungernotstand erreicht.

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Die meisten Familien haben keinen Getreidevorrat der ihnen über diese schwierigen Monate hindurchhelfen kann. In dieser Region hat JAM auch eine Trainingsfarm, auf der Kleinbauern im Ackerbau geschult werden. Zudem wird dort Saatgut, insbesondere für Mais gezüchtete. Dieser ist nicht gentechnisch verändert, besitzt jedoch eine hohe Widerstandkraft gegen längere Trockenzeiten. Mais ist einer der wichtigsten Bestandteile einer ausgewogenen Nahrung. In Bereich der Landwirtschaft möchte JAM ansetzten, um gemeinsam mit Unterstützung aus Deutschland weitreichende Hilfe leisten zu können. Das Wetter in Vilanculos geht auf die “kühlerer“ Jahreszeit zu, was es den Bauern ermöglicht, Mais in der Nähe von Wasserquellen wie z.B. Flüssen anzubauen, welche immer noch ein wenig Wasser führen. mosambik4Folgende Aktivitäten werden im Rahmen des Projekts durchgeführt: 2.500 Kleinbauern aus den am meist betroffenen Gebieten, die bereits in der Landwirtschaft tätig sind und Gemüse angebaut haben, werden ausgewählt. Gemeinsam mit JAM werden in der Nähe von Wasserstellen kleine Anbauflächen angelegt. Das Saatgut erhalten die Bauern von der JAM Farm. Dies ermöglicht ihnen sich selbst zu versorgen und Überschüsse auf den lokalen Märkten zu verkaufen.

Kostenaufstellung

Um die Bauern mit Saatgut zu versorgen werden 20.100€ benötigt. Dies kommt in etwa 12.500 Menschen zu Gute und hilft die akute Not zu lindern. Sehr viele Bauern haben ihre Ernte verloren und somit auch die Chance neues Saatgut heranzuzüchten. An diese Bauern werden Setzlinge und Saatgut für den Gemüseanbau verteilt, welches ab August/ September in der Nähe von Flüssen angepflanzt wird, damit die Bewässerung der Pflanzen sichergestellt ist. Bauern, welche bereits Mais in einer zweiten Aussaat versuchten zu produzieren, haben auch diese Ernte verloren. An sie wird Saatgut für den Maisanbau verteilt, damit sie in der Regenzeit ab November Mais anpflanzen können. Aufgrund des vorhandenen Bewässerungssytems auf der JAM Farm kann dort das benötigte Saatgut für Mais und Gemüse produziert werden.

Diese Projekt unterstützen wir mit 10.000 Euro.